Tabelle/Ergebnisse/Spielberichte

1. Herren, Landesliga, 2019/2020

Tabelle/Spielplan Aktuell Team-Spielplan Vereinsspielplan (HSG)

Spielberichte 1. Herren (siehe unten)

1.Herren 2018-19

Hinten, von links:

Sven Reuter, Torge Herzberg, Robert Alldieck, Jens Zehrfeld, Kevin Hertel, Marius Püth, Tim Bredemeyer, Robert Knobel, Janna Böhner, Lutz Hönack

Vorn: Kim Dabrat, Lukas Braun, Felix Holzbrecher, Andre Jürgensmeier, Sebastian Gade, Benedikt Noffke

Es fehlen:

Phillip Kantereit, Torben Müller, Jan Goitke, Malte Coors, Marius Koch, Niclas Röpke, Lukas Krug

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1. Herren der HSG Herrenhausen/Stöcken Saison 2017/18
  Im Tor:  
Felix Holzbrecher Jan Goitke  
     
  Im Feld:  
Robert Knobel   Benedict Noffke
Philipp Kantereit   Moritz Barthauer
Kim Dabrat
  Tim Bredemeyer
Jens Zehrfeld   Marius Pueth
Monty von der Ah   Robert Alldieck
Torge Herzberg   Kevin Hertel
Lukas Braun   Marius Püth
Andre Jürgensmeier   Sebastian Gade
Torben Müller   Niclas Röpke
Marius Koch   Malte Coors
Lukas Krug Trainer: Sven Reuter  
  Betreuer: Lutz Hönack  
  Physiotherapeutin:  
  Janna Böhner  
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S p i e l b e r i c h t e
HSG Herrenhausen/Stöcken, Saison 2019/20
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Endlich wieder Derbytime in der Landesliga. Gegen den Hannoverschen SC ging es für beide Teams, wie im Handball so üblich, um 2 Punkte. Verzichten mussten wir auf die Urlauber Rüschen, Knobel und Holzbrecher sowie Malte Coors. Ihm schmerzte der Rücken. Dafür erhielten wir freundliche Unterstützung von Jan Siro Steggewentz. Und so ging es mit einem 14 Mann starken Kader zur IGS Kronsberg bei der uns ein starker Gegner erwartete, der sich zu dieser Saison unter anderem mit Top-Neuzugang Bela Mokrys verstärken konnte. Es wurde ein hochklassiges Spiel erwartet und wie das mit Erwartungen so ist: Sie sind dazu da, um sich in Enttäuschungen zu verwandeln. So kam eszu einem Spiel, das von unzähligen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war und am Ende nicht die spielerisch bessere Mannschaft gewann, sondern die, die sich einen Fehler weniger erlaubte. Aber der Reihe nach.Nach anfänglichen Problemen in Abwehr und Angriff konnten wir unsstabilisieren und hielten das Spiel bis zur Mitte der 1. Halbzeitausgeglichen. Dann kam es jedoch wieder im Angriff zu einem Bruch imSpiel und mangelnde Chancenverwertung sowie schludrige Pässe ludenden Gegner zum Gegenstoß ein. Beim 7:11 mussten wir aufpassen nichtkomplett den Anschluss zu verlieren. Nach schwachen 10 Minuten fingenwir uns wieder einigermaßen und so wurden beim 12:15 die Seitengewechselt. Wieder einmal bekamen wir für unsere Ansprüche deutlich zuviele Gegentore im ersten Durchgang.Der zweite Durchgang begann dann wie man es sich erhofft, um ein Spieldoch noch umzubiegen: Mit einem verworfenen 7-Meter. Nun machte sichjedoch unser Mentalitätscoaching bezahlt, wir ließen uns nicht unterkriegenund konnten in Spielminute 39 erstmalig in Führung gehen. Ab jetzt war dasSpiel bis zum Ende geprägt von stetigen Führungswechseln. Mal legte dieeine Mannschaft 1 Tor vor, dann mal wieder die andere. Ca. 10 Sekundenvor Abpfiff scheiterten wir mit einem Angriff und man sollte meinen, dassdas 31:31 trotzdem zu einem Punktgewinn reichen sollte. Vielleicht auchetwas enttäuscht über die vergebene Chance die Führung zu erzielen,liefen wir etwas zu unaufmerksam zurück in die Abwehr und so kam es, wiees kamen musste. HSC-Spieler Lukas Riegel konnte kurz vor (man munkelteventuell auch nach) der Schlusssirene das 32:31 erzielen. So führte einhögschd umstrittenes Tor zu grenzenlosem Jubel auf der einen und purerEnttäuschung auf der anderen Seite. Was bleibt ist eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen aber dasSchöne ist ja, dass wir es gleich am nächsten Wochenende gegen den VFLHameln 2 besser machen können.Kleiner Nachtrag: Marius Koch fehlte übrigens auch.

 

 

Endlich wieder ein Heimspiel in der Hölle "Wendlandstraße". Gegen die aufgestiegene Zweitvertretung der Sportfreunde Söhre ging es für beide Teams um 2 wichtige Punkte. Während im vorigen Drittligaspiel, zwischen Vinnhorst und Burgdorf 2, die Halle ausverkauft war und die Spieler harztenwie die Weltmeister, hieß es bei uns wieder, dass die Gästefans das Spiel stimmungstechnisch für uns zu einem Auswärtsspiel machten und, was noch viel schlimmer wiegt, absolutes Haftmittelverbot galt. Der Boden klebte wie in besten Zeiten und der ein oder andere HSG-Spieler musste sich, angesichts der aufkommenden Erinnerungen an bessere Zeiten die Tränen verkneifen.Aber wie dem auch sei, eine Stärke der 1. Herren ist es sich auf ständig neue Bedingungen einzustellen und so galt der Fokus ziemlich schnell nur noch dem starken Aufsteiger auf der anderen Hallenhälfte. Verzichten mussten wir neben Dauerurlauber Rüschen diesmal auch auf Holzbrecher sowie Krämer, Bredemeyer und Kantereit. Auf Grund freundlicher Unterstützung der Zweiten konnten wir trotzdem 14 Mann aufbieten und so hieß die Devise vorm Anpfiff, das Tempo konstant hoch zu halten, um den Gegner zu ermüden und das Spiel hinten raus entscheiden zu können.Der Spielbeginn war geprägt von einer starken HSG-Abwehr, die erst in Spielminute 5 den ersten Gegentreffer bekam, sich jedoch wegen fahrlässiger Chancenverwertung im Angriff nicht entscheidend absetzen konnte. Erst ab Minute 14 konnten wir einen kleinen Lauf starten und so ging es von einem 8:8 über ein 13:9 mit einem Siebenmeter zum 15:12 in die Pause.In der zweiten Halbzeit ging das Spiel weiter, wie es aufgehört hatte. Wir profitierten von einer guten Abwehr und der schlechten Chancenverwertungder Söhrer Angriffsspieler und so stand es in Minute 47 22:17. Man setzte sich so langsam ab. Dann kam es jedoch zu einem unglücklichen Zusammenstoß, bei dem sich Cedric Fernandez von den Sportfreunden unglücklich verletzte und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. An dieser Stelle gute Besserung!Wir konnten weiter einen 4-Toren Vorsprung verwalten, unter anderem weil Lukas Krug gleich 3 Söhrer Spieler mit gehaltenen 7-Metern verzweifeln ließ. Beim 26:24 in Spielminute 57 schien es nochmal spannend zu werden,doch Trainer Reuter legte die grüne Karte und stellte seine Schützlinge ganz entspannt auf die Crunchtime ein. Robert Knobel glitt im folgenden Angriff durch die Söhrer Abwehr, wie ein heißes Messer durch Butter und konnte das vorentscheidende 27:24 erzielen. Söhres Florian Breitmeyer gelang nur noch das 28:25 und so konnten am Ende zwei wichtige Punkte eingefahren werden.

 

15.09.2019 Sehnde - HSG:  -13!

Aua aua aua, das tut weh! Als klarer Favorit ein Match beim vermeintlichen Außenseiter zu verlieren, das ist in einer starken und ausgeglichen besetzten Spielklasse wie der Landesliga Hannover an sich nichts Ungewöhnliches. Wenn jedoch ein Team, welches eine Top-Five Platzierung anstrebt, von einem durchschnittlichen Landesligateam mit einer 13-Tore-Klatsche auf die Heimreise geschickt wird, lässt das Fachwelt und Fans gleichermaßen aufhorchen. So geschehen am Sonntag, als die 1. Herren mit einer überraschend deutlichen aber am Ende doch verdienten 39:26-Niederlage den Heimweg nach Hannover antreten musste. Klar, dass dieses Negativnovum – noch nie haben die 1. Herren in Sehnde so hoch verloren– nach entsprechenden Konsequenzen verlangt. So bestimmten am Dienstag nach dem Spiel Einzel- und Teamgespräche, Analysen und Beratungen über weitere Maßnahmen das Geschehen bei der HSG. Schon am nächsten Wochenende steht mit Aufsteiger Sportfreunde Söhre 2 eine enorme Herausforderung ins Haus (Samstag 19:15 Uhr, Sporthalle Wendlandstraße).   

Der Dienstag bei der HSG war gefüllt mit Gesprächen und Beratungen in unterschiedlichen Konstellationen: Vorstand und Trainerteam, Vorstand und Kapitäne, Trainer und Mannschaft sowie weitere Einzelgespräche. Das Ziel: Natürlich die Aufarbeitung des sportlichen Desasters am Wochenende zuvor bei der Eintracht aus Sehnde. Nach einem 17:10-Halbzeitrückstand leistete sich die 1.Herren im zweiten Durchgang im Angriff eine Vielzahl individueller Fehler und Fehlwürfe und zeigte in der Defensive kaum nennenswerte Gegenwehr. Die Auswirkungen gegen die wie entfesselt aufspielenden Sehnder drückten sich letztendlich in der verdienten 26:39-Niederlage aus.

“Ich habe der Mannschaft sehr deutlich gemacht, dass solche Auftritte völlig inakzeptabel sind. Die Art und Weise, wie sie sich in Sehnde präsentiert hat, ist eines Teams unter der Flagge der HSG Herrenhausen/Stöcken absolut unwürdig. Mit dieser Nicht-Leistung schaden sich ja nicht nur die Mannschaft und jeder einzelne Spieler selbst, sondern das hat immer auch negative Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung des Vereins insgesamt. Insofern haben wir uns zu einer nicht unwesentlichen sanktionierenden Maßnahme entschlossen, die wir jedoch hier nicht kommentieren werden”, so Teambetreuer Lutz Hönack.  

Coach Reuter schlug in die gleiche Kerbe: “Bei der Analyse wurde deutlich, dass die gemachten Fehler und das Agieren auf dem Spielfeld in erster Linie in der Verantwortung der Spieler lagen und nicht in der des Trainers. An diesem Tag hätte sonst wer an der Seite stehen können, ohne dass er das Geschehen hätte beeinflussen können. Wenn ein Pass schludrig gespielt wird und nicht ankommt, eine hochkarätige Torchance unkonzentriert vergeben wird, oder der Abwehrspieler die falsche Entscheidung trifft, ist in dem Moment auch der Trainer machtlos. Es wird in solchen Situationen immer schnell dessen Kopf gefordert. Nachdem wir aber jetzt Problemfelder gezielt angesprochen und auch einige Missverständnisse ausgeräumt haben, sind Mannschaft und Trainer gleichermaßen gefordert, darauf eine passende Reaktion zu zeigen. Und genau die möchte ich – unabhängig vom Ergebnis – am Samstag gegen Söhre sehen”.

Coach Sven Reuter war nicht erst nach dem Abpfiff geschockt. Auch schon während des Spiels hat er ob einzelner Aktionen seiner Schützlinge innerlich mehrfach die Hände überm Kopf zusammengeschlagen. “Wenn das Spiel läuft, sind die Möglichkeiten, korrigierend einzugreifen, geringer als man gemeinhin denkt.  Natürlich versucht man mit entsprechendem Coaching die Mannschaft auf Dinge hinzuweisen, die sie anders, idealerweise besser machen sollen. Dabei wird immer der Bezug zu den im Training erarbeiteten Abläufen und Maßnahmen in Abwehr und Angriff hergestellt. Apropos: Ich beziehe die Spieler bei der Festlegung einer Strategie oder Taktik stets ein, nehme sie mit in die Verantwortung. Denn ich halte nichts davon, einer Mannschaft ein Konzept überzustülpen, mit dem sie sich nicht wohlfühlt oder was nicht zu ihr passt”.

Auch die nach solchen Spielen im Raum stehende Frage, ob die Mannschaft dem Trainer folgt, bzw. ob der Trainer die Mannschaft noch erreicht, gib es eine klare Antwort: “Dazu ein klares Ja. Die Spieler setzten das um, was wir uns vorgenommen haben, allerdings nicht immer mit der notwendigen Intensität. Wir brauchen zum Beispiel in der Abwehr viel mehr Aggressivität. Da muss man eben Zweikämpfe gewinnen. In Sehnde jedoch haben wir die Aktionen des Gegners geradezu ohne nennenswert Gegenwehr über uns ergehen lassen. Die Leistung in der Defensive hat ja bekanntlich auch direkte Auswirkungen auf den Angriff. Läuft es hinten gut, ergeben sich auch nach vorne mehr Möglichkeiten. Das alles kommt bei uns aber noch nicht in dem Maße zum Tragen, wie wir uns das vorstellen”.

Robert Alldieck will dem auch gar nicht widersprechen. Er sieht das Sehnde-Spiel als kollektives Versagen: “Wir haben nicht nur uns als Spieler lächerlich gemacht, sondern haben auch die HSG, die Sponsoren, die Zuschauer, ja die ganze Region insgesamt nicht in der Weise repräsentiert, wie wir das normalerweise wollen. Es tut uns sehr leid für alle, die das miterleben mussten. Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern die der gesamten Mannschaft”.

Alldieck weiter: “In der Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir im zweiten Durchgang das Ergebnis wieder auf Null stellen und dann wieder gute Chancen haben, das Spiel zu gewinnen. Es hätte auch in den letzten 20 Minuten noch klappen können, aber wir haben dafür dann eindeutig zu wenig getan. Dabei möchte ich das gar nicht an einzelnen Fehlern festmachen. Ich denke, wenn man mit 13 Toren verliert, hat man so ziemlich alles falsch gemacht. Wir haben keine Reaktion gezeigt, sondern Resignation”. Die einzige Konsequenz den Schaden wieder halbwegs zu verarbeiten: “Die Herausforderung im Sport besteht ja auch darin, dass man solche Situationen löst und daraus gestärkt hervorgeht. und genau das wollen wir gegen Söhre zeigen!“, so Robert Alldieck.

(Auf Grund der verblüffenden Ähnlichkeit zum Spielverlauf der MT Melsungen in Balingen, wurde der Spielbericht der MT als Quelle genommen und die handelnden Personen dementsprechend angepasst.)

 

07.09.2019 HSG Herrenhausen/Stöcken – TSV Friesen Hänigsen 35:32 (15:15)

Am Samstag, den 07.09.2019, war es endlich soweit. Für die Männer von Coach Sven Reuter endete die Vorbereitung auf die Saison 2019/2020. Zum Saisonauftakt erwarteten wir die Gäste aus Friesen Hänigsen. Die Gäste-Mannschaft rund um das Trainerteam Marris & Schreiber war uns durchaus bekannt. So hatten einige von uns sicherlich noch die bittere Hinspiel-Niederlage aus der letzten Saison im Kopf, welches die Friesen 34:33 für sich entscheiden konnten und unserem Trainer Reuter damals einige Nerven kostete. Im Rückspiel wurde dann mit einem 34:26 Sieg gezeigt, dass man deutlich besser spielen kann und trotz der bescheidenen Vorbereitung mit durchwachsenen Testspielergebnissen und ausbauwürdiger Trainingsbeteiliung waren wir fest entschlossen die Leistung zu wiederholen, die zwei Punkte nicht aus der Hand zu geben und einen guten Saisonstart hinzulegen.

Neben den beiden Urlaubern Philipp „Kante“ Kantereit und Johannes Rüschen musste nur auf Hochzeitscrasher Marius Koch, bei dem mal wieder eine Hochzeit anstand, verzichtet werden, sodass ein prall gefüllter Kader zur Verfügung stand.

Zum Spiel:

In unseren wunderschönen goldenen Trikots wollten wir gleich im ersten Angriff zeigen, dass die zwei Punkte heute in der Wendlandhalle bleiben. So konnte unser Shooter S. Gade nach nur 32 Sekunden seinen 1. Saisontreffer zum 1:0 erzielen. Die Gäste zeigten sich zunächst jedoch nicht beeindruckt und konnten im Gegenzug ausgleichen. Dieses Muster zog sich mehr oder weniger durch die ganze 1. Halbzeit. Das Spiel war geprägt von zwei schlechten Abwehrreihen, die es dem Angriff immer wieder ermöglichten zu einfachen Toren zu kommen. Auch Torwart Holzbrecher versäumte es den ein oder anderen Torwurf zu halten und so ging es mit einem 15:15 in die Halbzeit. Die Partie konnte also wieder bei Null beginnen und wir hätten uns das alles sparen können. Einziges Highlight war die wiederkehrende Empörung des Gästeanhangs über Entscheidungen der Schiedsrichter, die die neue Richtlinie, Schubsen in der Luft und hartes Angehen des Außenangreifers, konsequent umsetzten.

Sven Reuter fand in der Halbzeit klare Worte. „Wenn wir hier und heute Punkte liegen lassen, dann nur durch unsere eigene Schuld! Wir sind durch die Bank das stärkere Team und das bringen wir jetzt auch auf die Platte!“ Durch die Motivation und das Vertrauen in die Stärke des Teams fingen wir wieder mit der Anfangsformation an und wollten zeigen, dass wir auch richtig gut decken können. 

Noch ging der Plan nicht auf. Zu der schlechten Abwehrleistung, kam es nun auch im Angriff zu schlechten Entscheidungen, Abspielfehlern und zu einer mangelhaften Chancenverwertung. Resultat war ein 18:21-Rückstand. Nun hatte Coach Reuter keine Wahl mehr und musste eine Auszeit nehmen. Durch seine unvergleichliche Fähigkeit Menschen zu Höchstleistungen zu pushen, mobilisierten alle nochmal ihre letzten Kraftreserven, ja die waren bei dem ein oder anderen schon relativ früh aufgebraucht, und wir konnten langsam Tor um Tor aufholen. Da die Abwehr immer noch löchrig war und den Friesen Nahtz (11 Feldtore) nicht in den Griff bekam, sollte es rund 10 Minuten dauern, bis wir durch einen Tempogegenstoß ausgleichen konnten und direkt im Anschluss durch Rückkehrer Sören Krell die 27:26 Führung erzielen konnten. Knackpunkt der Partie war dann ein Überzahlspiel der Gäste beim 31:30, in der wir innerhalb von 15 Sekunden zu zwei einfachen Gegenstoßtoren durch Krämer und Knobel kamen und auf 33:30 davonziehen konnten. In dieser Phase konnte endlich auch Felix Holzbrecher sportlich auf sich aufmerksam machen und hatte einzelne schöne Paraden. In der letzten Minute plätscherte das Spiel so vor sich hin und mit dem Abpfiff konnte Gästeangreifer Bjarne Schnell noch schnell zum Endstand von 35:32 einnetzen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir mit einer ausbaufähigen Leistung ein enges und hitziges Spiel letztlich doch souverän für uns entscheiden konnten und nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz noch nicht vom Sonnenplatz grüßen. Nächstes Wochenende geht es nach Sehnde, wo wir eine deutlich bessere Leistung brauchen, um nicht wie im Rückspiel der letzten Saison klar zu verlieren. Leider steht uns dort nicht Neuzugang Florian Krämer zur Verfügung, der mit 10 Toren ein starkes Debüt feierte, so dass es vor allem an Kim Dabrat liegen wird, ihn auf Linksaußen würdig zu vertreten. Daran besteht jedoch kein Zweifel!

 

04.09.2019 Quo Vadis 1.Herren

Eine schwierige Vorbereitung neigt sich dem Ende zu. Am 01.07.2019 traf wir uns zum ersten gemeinsamen Training auf dem Sportplatz, um eine kleine Laufeinheit zu absolvieren und ein wenig Spaß im Sand zu haben. Hier war die Welt noch in Ordnung. Eine hohe Beteiligung und viel Engagement war zu no-tieren. Beim ersten Testspiel beim Oberligisten HV Barsing-hausen machten wir mit breitem Kader ein gutes Spiel. Aber kurz danach ging das Dilemma los. Aus verschiedensten Gründen, von Arbeit, Verletzungen bis ganz viel Urlaub war alles dabei, ließ die Trainingsbeteiligung stark nach. Mit ständig wechseln-dem Kader und selten mehr al 8-9 Feldspielern wurden die folgen-den Trainingsspiele und Turniere absolviert. Selbst das Trainings-lager in Diepholz konnte nur durch Unterstützungskräfte aus der 2. Herren absolviert werden. Hier nochmal ein großes Danke-schön.
Die Trainingsspiele gegen die Oberligisten Lehrter SV und HSG Schaumburg Nord liefen sehr bescheiden, was aber auch dem stark dezimierten Kader geschul-det war. Beim Turnier in Schaumburg haben wir auch mit wenig Personal gespielt, hier aber gegen unsere Ligakonkur-renten HSG Fuhlen Hessisch/Oldendorf und MTV Großen-heidorn 2 beachtliche Unent-schieden erkämpfen und gegen den Gastgeber im letzten Spiel nach klarer Halbzeitführung und mit schwindenden Kräften den Sieg nach Hause schaukeln.
Bei der abschließenden General-probe gegen den Landesligisten Eintracht Braunschweig hatten wir dann lediglich 6 Feldspieler aus der 1. Herren zur Verfügung. Auch hier wurden wir wieder dan-kenswerterweise aus der 2. Her-ren unterstützt. In diesem Spiel lief leider wenig zusammen, so dass wir am Ende verdient mit 4 Toren verloren haben.
Leider werden uns einige wichtige Spieler noch bis in den Okto-ber fehlen. Daher gilt es jetzt für die ersten Wochen am Timing und Zusammenspiel zu arbeiten und sich in die ersten Spiele rein-zuarbeiten. Im Laufe der Zeit wird sich der Kader hoffentlich wieder auffüllen.
Zum Personal wollten wir aber auch noch eine Meldung abge-ben. Verlassen haben uns Benedict Noffke und Niklas Röpke in Richtung des Regionsoberligisten HSG Deister-Süntel. Torben Mül-ler hat aus gesundheitlichen und familiären Gründen seine Schuhe an den Nagel gehängt. Ferner hat der in der letzten Saison nur noch sporadisch zum Einsatz gekommende Torge Herzberg, durch seinen beruflich bedingten Umzug, sein Karriereende einge-läutet.
Neu begrüßen dürfen wir dafür ein altbekanntes Gesicht. Sören Krell kehrt nach einem kurzen Ausflug nach Hainholz zurück an seine handballerische Geburts-stätte, um auf der linken Aussen-position seine Künste zu zeigen. Mit Florian Krämer bekommen wir einen wurfstarken vielseitig einsetzbaren Spieler, der zuletzt beim VFL Fredenbeck im Einsatz war und vom Landesligisten HSG Osnabrück stößt Johannes Rü-schen zu uns. Johannes fühlt sich vornehmlich auf der Rück-raum Mitte zu Hause und bringt uns hier mit seiner Schnelligkeit neue Impulse. Weiterhin sollen, wie auch schon in der letzten Saison, Morten Zajaczek und Kevin Fieseler aus der 2. Herren noch enger an die 1. Herren ge-bunden werden. Hier klappte das Zusammenspiel aber auch in der letzten Saison schon sehr gut. Aber auch Spieler wie Moritz Krü-ger und Timo Hoppe stehen im Fokus der 1. Herren.