Tabelle/Ergebnisse/Spielberichte

2. Herren, Regionsoberliga, St. 1, 2019/2020

Tabelle/Spielplan Aktuell Team-Spielplan Vereinsspielplan (HSG)

 

Tag Trainingszeit Halle Ansprechpartner Kontakt
Dienstag 20:00 - 22:00 GS Herrenhausen Thomas Oetzmann 0151 / 16162200
Donnerstag 20:00 - 22:00 GS Herrenhausen    

Spielberichte   2. Herren (siehe unten)

2.Herren

Hinten v. l.: Trainer Thomas Oetzmann, Hendrik Ooster, Kevin Fieseler, Timo Hoppe, Max Neuenschwander, Felix Stimper, Moritz Pohl, Niels Rempel, Sebastian Block

Vorne v. l.: Daniel Stark, Moritz Krüger, Wulf Oehlmann, Aaron Vogt, Malte Twenhövel, Marten Hintze

Es fehlen Sven Reuter, Darwin Friese, Malte Zajaczek, Morten Zajaczek, Felix Wagner, Benjamin Nowak, Tim Padrok

Kader: Tor: Darwin Friese, Timo Hoppe, Max Neuenschwander

Feld: Hendrik Ooster, Kevin Fieseler, Felix Stimper, Moritz Pohl, Niels Rempel, Sebastian Block, Daniel Stark, Moritz Krüger, Wulf Oehlmann, Aaron Vogt, Malte Twenhövel, Marten Hintze, Sven Reuter, Malte Zajaczek, Morten Zajaczek, Felix Wagner, Benjamin Nowak, Tim Padrok

 

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S p i e l b e r i c h t e
HSG Herrenhausen/Stöcken, Saison 2019/20
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SVE Bad Salzdetfurth - 2. Herren 19:23 (10:11)

2.Herren feiert dritten Sieg in Serie

Am Samstagabend reiste die Zwote mit nahezu voller Kapelle nach Bad Salzdetfurth, um weitere Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Für den Rückraum konnte Sebastian Gade akquiriert werden, der nach einem Auslandsaufenthalt Wettkampfhärte für den Saisonendspurt mit der Ersten sammeln und das Fehlen von Haupttorschütze Fieseler kompensieren konnte.

Angesichts der Positiverlebnisse der letzten Spiele, zwängten die HSGler eine überaus breite Brust in die maßgeschneiderten Goldhemden und wurden durch Motivationskünstler Oetzmann zusätzlich angestachelt, welcher gewillt war sein üppiges Übungsleitersalär in Bier für die trockenen Kehlen seines chronisch durstigen Kaders zu investieren, mengengewichtet nach Punkteausbeute.

Von Beginn an zeigte sich, dass die Gastgeber der HSG in puncto Motivation in nichts nachstanden und direkt im roten Bereich drehten, angesichts der angespannten Situation im Abstiegskampf durchaus nachvollziehbar. Den besseren Start erwischte trotzdem die HSG und schien beim Stand von 2:5 (07:03) auf einem guten Weg in Richtung Auswärtssieg. Dieser Vorsprung konnte jedoch nicht gehalten werden, weil die in ausreichender Anzahl herausgespielten Chancen nicht in Tore umgemünzt wurden, was die Gastgeber nutzten, um auf 4:5 zu verkürzen (08:51). Bis zum Pausenyoga beim Stand von 10:11 hielt die HSG stets eine knappe Führung, konnte aber nur in der Defensive überzeugen, während es in der Offensive noch Raum zur Verbesserung gab.

Der Beginn des zweiten Abschnitts gehörte dann ganz der HSG. In der Offensive wurde die Trefferquote besser und die Abwehr ließ weiterhin kaum Chancen für die Salzdetfurther zu, wenn doch, war der gewohnt verlässliche Hoppe zur Stelle. Der Angriff der Gastgeber war insgesamt zu unbeweglich und die zahlreichen Kreisanspiele fanden nur selten einen Abnehmer, weshalb Airbus Krüger nach langer Verletzungspause etwas Anschauungsunterricht in Sachen Gegenstoßverhalten geben konnte. Nach dem zwischenzeitlichen 13:20 (41:53) durch den ebenfalls gut aufgelegten Stimper war eine Vorentscheidung gefallen, weshalb die Gastgeber per Auszeit intervenierten, um ein letztes Aufbäumen zu organisieren. Diese Maßnahme war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Gäste gingen mit einer 6-Tore-Führung in die letzten 10 Minuten. Auf Seiten der HSG wurde nun durchgewechselt, was dem Spielfluss etwas abträglich war und der Heimsieben Ergebniskosmetik ermöglichte. Am Ende verblieb ein Vorsprung von vier Toren und es konnte ein verdienter 19:23-Auswärtssieg bejubelt werden. Noch deutlich schmackhafter ist der doppelte Punktgewinn, weil die magische Grenze von 20 Gegentoren unterschritten wurde und Coach Oetzmann seine Mannen deshalb mit einer Ladung klaren Hopfenmüslis erfreuen wird.

Obwohl der Ausgang zumindest über weite Strecken der zweiten Hälfte klar schien, war die Partie geprägt von Nickeligkeiten und sehr unterschiedlichen Bewertungen von Zweikampfsituationen, weshalb den Regelhütern wiederholt Verbesserungsvorschläge unterbreitet wurden. Aus Sicht der Gastgeber wurde auf Seiten der HSG zu viel gejammert und geschauspielert, aus Sicht der HSG wurden auf Seiten des SVE immer wieder die Grenzen der gesunden Härte überschritten. Wie immer, liegt die Wahrheit irgendwo zwischen dem ersten und dem siebzehnten Bier und die Konsensfindung dürfte schwierig sein.

Für die HSG gilt es, das Selbstvertrauen aus den letzten drei Partien über das spielfreie Wochenende zu konservieren, um am 08.03. im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Altwarmbüchen die 21:41-Hinspielniederlage vergessen zu machen.

Tor: Hoppe, Friese

Feld: Twenhövel (3), Zajaczek (1), Gade (4), Reuter (4/2), Topel, Vogt, Padrok, Ooster, Pohl, Krüger (6), Stimper (5)

 

 

TV Eintracht Sehnde II – 2. Herren 20:25 (12:13)

2.Herren gewinnt „Vier-Punkte-Spiel“ in Sehnde

Nach zwei „Alles kann aber nix muss“ Spielen gegen Uetze und Anderten, ging die Reise am Samstagnachmittag nach Sehnde, wo es laut Chef-Mathematiker Oetzmann vier Punkte zu verteilen gab. In der Vergangenheit tat die HSG sich auf dem rutschigen Geläuf der Sehnder Eissporthalle überaus schwer, aber um nicht weiter in die Abstiegszone abzugleiten, war ein Sieg gegen die um zwei Punkte besseren Sehnder praktisch Pflicht, zumal am nächsten Spieltag die SG Börde in der Wendlandhalle ihre Visitenkarte abgibt, gegen die ein Sieg nicht eingeplant werden kann. Die Voraussetzungen für einen Sieg in Sehnde waren so gut wie selten in dieser Saison. Zwar waren einige Ausfälle zu verzeichnen, aber anders als gewohnt, standen Coach Oetzmann sechs Rückraumspieler zur Verfügung, die teilweise zwar angeschlagen, aber spielfähig waren. Deshalb gab es auch keine Ausreden und die Mannschaft ging motiviert und mit Selbstvertrauen in die Partie.

Auch die mit breitem Kader angetretene Sehnder Landesliga-Reserve zeigte von Beginn an, dass sie sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollte und ging hohes Tempo. Die HSG zeigte ein starkes Rückzugsverhalten, während im Angriff eher ein gemächlicher Spielaufbau bevorzugt wurde. So neutralisierten sich beide Teams in der intensiven Anfangsphase, was in einem zwischenzeitlichen 4:4 (08:53) mündete. Von da an legte die HSG einen kurzen Zwischenspurt hin und führten nach einem Treffer von Fieseler, der diesmal auf der Position des Spielmachers begann, mit 4:8 (12:14). Basis hierfür war die aufmerksame und bewegliche Defensive, die vom Sehnder Angriff in Zusammenarbeit mit dem gut aufgelegten Hoppe praktisch nicht zu knacken war. Allerdings gab diese Führung der Mannschaft nicht die erhoffte Sicherheit, sodass Sehnde zunächst ausgleichen konnte und beim 12:10 schließlich erstmalig mit zwei Toren führte. Ursächlich hierfür war, dass die HSG in der Offensive vermehrt Fehler produzierte und die Gastgeber damit einlud, aus dem Tempospiel Tore zu erzielen. Während in der Anfangsphase zwar nicht gezaubert, dafür aber mit Bedacht gespielt wurde, gab es in dieser Phase Fehlpässe, Missverständnisse und überhastete Abschlüsse. Die Rückraumspieler hatten offenbar einen inoffiziellen Wettbewerb ausgerufen, wer als erstes den überaus blockstarken Sehnder Innenverteidiger überwinden könnte, was jedoch leider nur auf Kosten einer Parade des Torhüters gelingen wollte. Verständlicherweise war Trainer Oetzmann etwas ungehalten und forderte seine Mannen zum Umdenken auf. Glücklicherweise gelang dies bis zur Pause und nach dem Ausgleich durch den wieselflinken Oehlmann, griffen die Gäste noch einmal tief in die Trickkiste und erzielten per Kempa den 12:13-Pausenstand und hatten das Momentum auf ihrer Seite.

Für die zweite Halbzeit nahm man sich vor, die gute Abwehrarbeit zu konservieren und die Fehlerzahl in der Offensive zu minimieren, um den Gastgebern nicht weiter Gegenstoßtore auf dem Silbertablett zu servieren. Dieses Vorhaben konnte die Mannschaft zumindest teilweise in die Tat umsetzen, denn die Abwehrarbeit blieb auf einem konstant guten Niveau, darüber hinaus zeigte Hoppe noch einige starke Paraden. Auch die Offensivleistung stabilisierte sich zunächst, weshalb schnell ein klarer Vorsprung herausgespielt wurde (13:18; 36:37), doch wie schon in der ersten Hälfte mangelte es der HSG wieder an der notwendigen Souveränität. Anstatt in Überzahl die Vorentscheidung herbeizuführen, konnte Sehnde durch den starken Radke in Unterzahl zwei Treffer erzielen und blieb fortan in Schlagdistanz. Spannung kam trotzdem erst wieder in der Schlussphase auf, als die HSG mit einer Zeitstrafe belegt wurde (55:49), Sehnde per Strafwurf erneut auf drei Tore verkürzte (20:23) und mit einer offensiven Abwehr versuchte Fehler zu erzwingen. Die HSG behielt nun aber die Nerven und konnte sich beim 20:23 sogar einen verworfenen Siebenmeter erlauben, ohne dass der wichtige und verdiente 20:25-Sieg noch einmal in Gefahr geriet.

Die Freude bei den Goldhemden war angesichts der letzten Negativerlebnisse groß und sollte auftrieb für den weiteren Saisonverlauf geben. Das klare Ergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin viel Luft nach oben ist und in den kommenden Spielen nicht nur weniger Fehler begangen werden sollten, sondern auch die Abschlussquote besser werden muss und die Mannschaft die Konzentration für gesamte Spieldauer halten muss, um einen klaren Vorsprung besser zu verwalten und nicht durch eigene Nachlässigkeiten in die Bredouille zu geraten.

Tor: Hoppe, Neuenschwander

Feld: Twenhövel (3), Topel (2), Reuter (1), Wegers (2), Vogt (6), Rempel (3), Ooster, Pohl, Fieseler (3), Stimper, Oehlmann (5)

 

Topteams der Liga mindestens eine Nummer zu groß für die 2. Herren

Nachdem die 2. Herren zum Jahresauftakt immerhin einen Punkt gegen Sarstedt verbuchen konnte, standen anschließend zwei äußerst kniffelige Aufgaben auf dem Plan. Zunächst ging es am 14. Spieltag ins Land der Riesen nach Uetze, eine Woche später beehrte Tabellenführer Anderten die HSG mit ihrem Besuch in der Wendlandhalle. Die Chancen auf Zählbares wurden in beiden Spielen realistischerweise als gering eingestuft, jedoch sollte es den favorisierten Gegnern so schwer wie möglich gemacht werden und mit etwas Glück der eine oder andere Punkt abgestaubt werden.

In Uetze stand Benny Nowak, der den bei der EM hospitierenden Oetzmann auf der Bank vertrat, ein ausgedünnter Kader zur Verfügung, der kurzfristig durch den quirligen Johannes Rüschen verstärkt werden konnte. Von Beginn an gingen die HSG-Recken vor gut gefüllten Rängen beherzt zu Werke und gestalteten die erste Viertelstunde bis zum 6:6 ausgeglichen, ehe Uetze die Partie mit einem Zwischenspurt zum 9:6 in den Griff zu bekommen schien. Die Gäste ließen sich jedoch nicht beirren und glichen wieder aus (9:9, 10:10), nur um kurz vor dem Pausen-Herri noch zwei Treffer zu kassieren (12:10). Auf Seiten der HSG war man zufrieden mit der gezeigten Leistung, schließlich konnte die Heimsieben ihre physisch Überlegenheit gegen die engagierte Defensive nicht ausspielen und in der Offensive wurden immer wieder Lücken in die teilweise behäbige Abwehrreihe gerissen. Leider wurde Uetze in den ersten 30 Minuten nicht nur von den Zuschauerrängen unterstützt, sondern es konnte der Eindruck entstehen, dass zwischenzeitlich im 8 gegen 6 agiert wurde, weshalb die Goldhemden sich manchmal gefühlt haben müssen, wie der arme Sisyphos mit seinem Stein.

In der zweiten Hälfte zeigte sich leider , dass die Mannschaft dem kraftraubenden 8 gegen 6 nicht dauerhaft gewachsen war. Zwar kämpften die Gäste verbissen weiter und blieben bis zum 20:18 auf Tuchfühlung (46:31), im Anschluss setzte sich Uetze jedoch entscheidend auf 23:18 (51:50) ab, weil die Konzentration bei der HSG nachließ und die Fehler sich dementsprechend häuften.

Insgesamt machte die Partie gegen den VfL jedoch Hoffnung, dass Punkte gegen Mannschaften ähnlicher Kragenweite zukünftig möglich sein sollten, wenn die über weite Strecken gezeigte Leistung konserviert und im richtigen Moment abgerufen wird.

Vor den Partien gegen Mannschaften ähnlicher Kragenweite stand zunächst jedoch das Heimspiel gegen die Drittvertretung aus Anderten auf den Plan. Im Hinrundenduell zeigte die Oetzmann-Sieben eine ihrer besseren Leistungen und verlor gegen eine mit gut ausgebildeten Spielern gespickte Mannschaft mit 31:26. Daran sollte in eigener Halle nun angeknüpft werden, um den Tabellenführer ein wenig ins Schwitzen zu bringen. Erfreulicherweise gelang dies der HSG überraschend gut, unerfreulicherweise jedoch nur für 30 Minuten und da ein Spiel leider 60 Minuten dauert, setzte es am Ende eine deftige 22:34-Klatsche.

Wie gegen Uetze, wurde in der Abwehr gut zusammengearbeitet, sodass die kombinationssicheren Gäste nicht wie gewohnt zur Entfaltung kamen, was doch aufs Tor kam, war Beute von Torhüter Hoppe. Im Angriff tat die HSG sich schwer, konnte jedoch den Anschluss halten, auch weil Fieseler mit 4 Toren vor der Pause ein gelungenes Comeback feierte. Folgerichtig blickte Coach Oetzmann beim Pausenplausch in zufriedene Gesichter und die Motivation war hoch, auf Basis des knappen Pausenrückstands (10:11) bis zum Abpfiff auf Zählbares zu schielen. Allerdings sind die Spielkameraden Motivation und Selbstvertrauen auf dem Weg von der Kabine aufs Parkett wohl falsch abgebogen, denn vom Anpfiff weg verlor die HSG total den Faden und wurde von den Gästen fachmännisch zerlegt. Die Abwehr bekam überhaupt keinen Zugriff mehr auf die gute eingespielten und passsicheren Anderter und die Angriffsleistung lies sich nur noch als desaströs umschreiben, wodurch die Gäste auch reihenweise einfache Tore aus dem Gegenstoß erzielen konnten.

Letztlich ist eine Niederlage gegen Anderten keine Schande, weil die Mannschaft sicherlich auch in der Landesliga mitspielen kann, aber die Leistung in der zweiten Hälfte war bitter und überschattet die guten Ansätze aus dem ersten Abschnitt.

Am 08.02. gilt es Schlittschuhe einzupacken, denn die Reise geht in den Eispalast nach Sehnde, wo zwei Punkte zwar schwer zu holen sind, angesichts der Tabellensituation aber das Ziel sein müssen.

HSG vs. Uetze

Tor: Hoppe, Friese

Feld: Rüschen (1), Twenhövel (1), Stark (1), Zajaczek (5/1), Reuter (3/3), Vogt (1), Ooster, Pohl (1), Stimper (3), Oehlmann (4)

HSG vs. Anderten

Tor: Hoppe, Neuenschwander

Feld: Twenhövel, Zajaczek (1), Topel, Reuter (1), Vogt (2), Wegers (7), Rempel (3), Stark, Pohl, Fieseler (6/2), Oehlmann (2)

 

2. Herren – TKJ Sarstedt 26:26 (14:13)

Holpriger Start ins neue Jahr

Zum Jahresauftakt empfing die 2. Herren den TKJ Sarstedt in der Wendlandhalle und hatte damit direkt ein sogenanntes sogenanntes Vier-Punkte-Spiel vor der Brust. Die Gäste rangierten vor der Partie nur einen Punkt hinter der HSG und Ziel war es nicht nur einen direkten Konkurrenten zu distanzieren, sondern auch ein weiteres Abgleiten in die Abstiegszone zu verhindern. Wer gehofft hatte, dass sich die personellen Voraussetzungen mit dem Jahreswechsel verbessern würden, sah sich getäuscht. Für den Rückraum standen nur vier Spieler zur Verfügung, von denen einer angeschlagen in die Partie ging (Wegers) und einer nach mehrmonatiger Verletzungspause in den Kader zurückkehrte (Twenhövel). Auf gegnerischer Seite wurden allerdings ebenfalls einige Ausfälle beklagt, weshalb es keine Ausreden gab und zwei Punkte das Ziel waren.

Beide Teams schlugen von Beginn an ein eher gemächliches Tempo an, wobei die Gäste sich etwas besser anstellten und zunächst in Führung lagen (2:4). Angeführt durch Wegers konnte, die HSG jedoch schnell gleichziehen und sich nach dem zwischenzeitlichen 6:6 auf 10:6 absetzen, weshalb Gäste-Coach Dvorak sich zu einer Auszeit genötigt sah. Im Zuge der Unterbrechung verlor die Heimsieben leider den Faden und büßte den Vorsprung nahezu vollständig ein (10:9). Nach einem steten Auf und Ab ging die HSG immerhin mit einem knappen Vorsprung in die Kabine (14:13) und der angestrebte Heimsieg war im Bereich des Möglichen. Zu verbessern galt es auf dem Weg dorthin das Zusammenspiel im Angriff, welches etwas behäbig wirkte und von Ungenauigkeiten geprägt war, angesichts der langen Spielpause vielleicht auch verständlich. Wenig sattelfest zeigte sich gegen die bemühten aber insgesamt kaum druckvollen TKJ-Angreifer leider auch die Defensive, in der zu individuell agiert wurde und Abstimmungsschwierigkeiten zu Gegentoren führten. Diese Mängel sollten im zweiten Abschnitt abgestellt werden, um am Ende ein Siegerbier genießen zu können.

In den ersten 10 Minuten des zweiten Abschnitts schien die HSG ihr Vorhaben in die Tat umsetzen zu können (19:16). Die Abwehr arbeitete gut und in der Offensive wurden zumindest kaum Fehler produziert. Allerdings wurde die Vorentscheidung verpasst, weil einige klare Chancen ausgelassen wurden und sich die Mannschaft nicht für die gute Abwehrarbeit belohnte, sondern gewonnene Bälle schnell herschenkte. Sarstedt konnte dadurch nicht nur Kontakt halten, sondern beim 19:20 sogar die Führung übernehmen. Fortan stand die Partie bei wechselnden Führungen auf Messers Schneide und da kein Team sich durch erwähnenswerte Verbesserungen hervortat, gingen beide Mannschaften schiedlich-friedlich beim leistungsgerechten 26:26 über die Ziellinie.

Am Samstagabend wird der 2. Herren die zweifelhafte Ehre zuteil nach Uetze reisen zu dürfen, um sich mit der physisch präsenten Delegation des örtlichen VfL zu messen. Die Mannschaft möchte ihre Haut dabei möglichst teuer verkaufen und mehr als nur ein willfährig Sparringspartner für die favorisierten Uetzer sein, die dringend gewinnen müssen, um im Aufstiegsrennen weiter mitreden zu können.

Tor: Hoppe, Neuenschwander

Feld: Twenhövel (2), Topel (1), Reuter (5/2), Vogt (2), Ooster (2), Pohl, Wegers (5), Zajaczek (4/2), Oehlmann (5)

 

 
 
2. Herren – TUS Grün-Weiß Himmelsthür II 23:23 (8:8)

Zweite Herren rehabilitiert sich für die schwache Vorstellung gegen Altwarmbüchen und trotzt bis dato verlustpunktfreien Himmelsthürern einen Punkt ab

Am Samstagnachmittag empfing die 2. Herren den verlustpunktfreien Tabellenführer aus Himmelsthür und wollte die favorisierten Gäste trotz grassierender Personalnot ärgern. Es zahlt sich gegenwärtig aus, dass die Passmappe der 2. Herren so dick ist, wie die Telefonbücher von Herrenhausen und Stöcken zusammen und der Kader überaus breit aufgestellt ist, denn neben den Langzeitverletzten
Block, Nowak, Wegers und Stark fehlten Fieseler, Twenhövel, Stimper, Hintze, Wagner und Neuenschwander. Um die Durchschlagskraft im Rückraum zu erhöhen und der Abwehr Stabilität zu verleihen, wurde Malte Coors aus der 1. Herren akquiriert, der nach einer Verletzungspause Spielpraxis gebrauchen konnte, vielen Dank für deinen Einsatz!

Von Beginn an legten beide Mannschaften ein eher gemächliches Tempo an den Tag und versuchten über die Deckungsarbeit Sicherheit zu gewinnen. Die Angriffe wurden lange ausgespielt und es fehlte der konsequente Zug in Richtung Tor. Die Domvorstädter suchten ihr Heil in Abschlüssen aus der zweiten Reihe und scheiterten dabei entweder am gut sortierten Mittelblock Ooster/Coors, dem ungeharzten Ball oder Torhüter Hoppe. Dieser zeigte über die gesamte Spieldauer eine überragende Leistung und sorgte dafür, dass die Himmelspförtner nie Kapital schlagen konnten, wenn sie im gebundenen Spiel vereinzelt klare Torchancen herausspielten oder die HSG im Angriff Fehler produzierte und die Gäste zu Gegenstößen einlud. Angesichts des sich anbahnenden Feldhandball-Ergebnisses sah Hoppe sich nach 14 Minuten sogar gezwungen, seine gefürchtete rechte Peitsche auszupacken und vollstrecke mit traumwandlerischer Sicherheit über das gesamte Spielfeld zum 4:3. Leider blieb das erhoffe Angriffsfeuerwerk bis zum mageren Pausenstand von 8:8 aus, womit man auf Seiten der HSG jedoch sehr gut leben konnte, lediglich die Rekonvaleszenten auf der Tribüne musste in der Pause einen kleinen Wachmacher aus dem Hause Herrenhäuser stürzen.

Die besseren Start in die zweite Spielhälfte erwischten eindeutig die Gastgeber. Die Defensive stand weiterhin sicher und in der Offensive wurde das Tempo etwas erhöht, zudem hatte die Schulter von Reuter endlich Wurftemperatur erreicht. Er netzte aus allen Lagen und so bahnte sich in der 43. Minute eine Überraschung an, als die HSG durch einen Treffer von Oehlmann mit 18:14 in Führung ging. Leider konnte das Niveau in den folgenden Minuten nicht gehalten werden und Himmelsthür schien langsam aber sicher in die Favoritenrolle hineinzuwachsen, als die Spielstandsanzeige nach 50 Minuten eine 18:19-Führung für die Gäste auswies, die nach 57 Minuten sogar auf 21:23 anwuchs. Dem neutralen Beobachter blieb in dieser Phase leider nicht das etwas unausgewogene Entscheidungsverhalten der Unparteiischen verborgen, die zumindest ihren Teil dazu beitrugen, dass die Männer von der Fohlenkoppel schon dezent den Geruch des Siegerbieres in den Nüstern verspürten. So auch, als Abwehrchef Ooster in der Schlussminute seine dritte Zeitstrafe kassierte, kurz nachdem Zajaczek auf 22:23 verkürzt und neue Hoffnung bei den Hausherren geweckt hatte. Es passte jedoch zu der mangelbehafteten Vorstellung des Tabellenführers, dass die HSG kurz vor Spielende noch einmal in Ballbesitz kam und per Gegenstoß die Chance zum Ausgleich hatte. Zajaczek wurde mit einem riskanten Pass, den er technisch hochwertig verarbeitete, in Szene gesetzt, um das Leder in bester Rodemann-Manier per butterweichem Heber in die Maschen zu streicheln. Der per Notgrätsche herangeflogene Himmelsthürer Stephan konnte daran auch nichts mehr ändern, sondern sich lediglich die wohlverdiente rote Karte quittieren. Der letzte Angriff das Gäste verpuffte wirkungslos und die HSG konnte einen wohlverdienten Punktgewinn bejubeln.
Am kommenden Wochenende geht es mit voraussichtlich noch schmalerem Kader nach Hildesheim, bevor am 24.11. das Derby gegen die Zweitvertretung des HSC ansteht.

Tor: Hoppe (1), Friese
Feld: Zajaczek (2),
Krüger (3), Reuter (6), Vogt (3), Padrok (2), Rempel, Ooster, Pohl
(2), Coors (3), Oehlmann

 

2. Herren - SVE Bad Salzdetfurth 30:26 (16:10)

Zweite Herren stellt Anschluss ans Mittelfeld her

Am Sonntagabend gastierte zur besten Sofa-Zeit Aufsteiger Bad Salzdetfurth in der Wendlandhalle. Die Gäste hatten einen etwas besseren Saisonstart hingelegt, als die HSG, weshalb es mit einem Heimsieg gleichzuziehen galt. Besondere Würze verlieh der Partie, dass auf Seiten des SVE Christopher „CR3“ Rodemann auflief, der bis in die vergangene Saison zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk den linken Flügel der HSG beackerte und mit eiserner Haushaltsdisziplin die Mannschaftskasse führte. Sämtliche Sentimentalitäten galt es für die Spieldauer jedoch zu verdrängen, schließlich gab es zwei wichtige Punkte zu vergeben.

#Heißwiefiesi startete die HSG dementsprechend in die Partie. Die Abwehr wurde durch den behäbigen SVE-Angriff kaum vor unlösbare Aufgaben gestellt, was auch Torhüter Hoppe seinen Job erleichterte und eine Reihe von Toren aus dem Gegenstoß ermöglichte. Ebenfalls wie am Schnürchen lief es in der Offensive, da technische Fehler ausblieben, die Spielzüge bis zum freien Mann zu Ende gespielt und die herausgespielten Chancen verwertet wurden. Folglich schien die Partie bei den Zwischenständen von 8:1, 12:4 und 14:6 bereits entschieden. Leider können die HSG-Recken mit nahezu allem umgehen, nur nicht mit einem beruhigenden Vorsprung. Es ist dabei auch unerheblich, ob der Gegner besser spielt oder nicht, die HSGler sind Experten darin, sich das Leben auf verschiedene Art und Weise schwer zu machen. Diesmal verließ man im Offensive den eingeschlagenen Weg und spielte die Angriffe nicht konsequent zu Ende, sondern suchte vorzeitig den Abschluss oder finalen Pass zu Kreis bzw. hielt sich nicht an die Laufwege. Dadurch konnte Bad Salzdetfurth gar nicht anders, als auf 14:10 zu verkürzen und das Spiel wieder spannend zu gestalten. Zum Glück erhöhten Vogt und Reuter bis zur Pause noch auf 16:10, um die Nerven etwas zu beruhigen. In der Kabine war man weitgehend zufrieden mit der Leistung, jedoch sollte die Fehlerzahl minimiert und die Konsequenz der Anfangsminuten wiedergefunden werden, um die Gäste nicht wieder ins Spiel finden zu lassen.

Leider wurden diese Vorhaben nur bedingt in die Tat umgesetzt. Zunächst wurde der herausgespielte Vorsprung zwar bis zum 21:15 gehalten, jedoch fehlte die spielerische Leichtigkeit und auch in der bis dahin starken Defensive schlichen sich Fehler ein. Die HSG verpasste es dadurch, die Vorentscheidung herbeizuführen und Bad Salzdetfurth blieb unnötigerweise im Spiel, sodass die Schlussviertelstunde spannender wurde, als nötig. Die Gäste nahmen Witterung auf und machten sich Hoffnung auf einen Punktgewinn, nachdem die LEDs beim zwischenzeitlichen 22:19 nur noch einen Drei-Tore-Vorsprung für die Goldhemden auswiesen. Mehr als schnuppern ließ die HSG die Kurstädter allerdings nicht und verwaltete den Vorsprung bis zum Schlusspfiff beim Endstand von 30:27.

Souveränität sieht sicherlich anders aus, aber insgesamt war die Heimsieben besser und glich das Punktekonto vor dem schweren Auswärtsspiel gegen Altwarmbüchen verdientermaßen aus. In Hinblick auf diese Partie gilt es anzustreben, die in der Anfangsphase gezeigte Leistung zu konservieren und über längere Strecken auf das Parkett zu zaubern. Altwarmbüchen trägt seine Heimspiele in Ermangelung einer eigenen Halle weiterhin in Burgdorf aus, wo die HSG vergangene Saison eine vernichtende Niederlage einstecken musste und beim 32:12 kräftig den Allerwertesten versohlt bekam. Zwar konnte Altwarmbüchen im Rückspiel bezwungen werden, aber die HSG ist heiß darauf zu zeigen, dass sie auch in fremder Halle mit dem TUS mithalten kann.

Tor: Hoppe, Neuenschwander

Feld: Twenhövel (4), Zajaczek, Krüger (6), Reuter (1), Vogt (3), Padrok (1), Rempel (4), Wagner, Ooster (2), Pohl (2), Fieseler (4), Oehlmann (3)

 

TKJ Sarstedt – 2. Herren 34:36 (16:18)

2.Herren feiert ersten Auswärtssieg der Saison

Am Dienstagabend stand die Partie beim TKJ Sarstedt auf dem Reiseplan der 2. Herren. Nachdem das für Samstag terminierte Spiel gegen Börde wegen Personalmangels verlegt werden musste, waren die Voraussetzungen für das Duell mit den Klubberern besser, wenn auch nicht optimal. Für die Rückraumpositionen standen nur vier Spieler zur Verfügung, unter denen Stimper, der aus beruflichen Gründen nach der ersten Halbzeit abreisen musste, weshalb die Kräfte wohldosiert eingesetzt werden mussten.

Anders als von Trainer Oetzmann und Heißmacher Fieseler gefordert, nutzte die Mannschaft die Anfangsviertelstunde zwar nicht direkt zum Kräfte sparen, allerdings konnten die Gäste die Sarstädter Intensität nicht mitgehen und schienen mental noch etwas im Feierabend zu sein. Die Angriffsbemühungen waren von Ungeduld, Ungenauigkeiten im Passspiel und überhasteten Abschlüssen geprägt, weshalb die Heimsieben nach der ausgeglichenen Anfangsphase (3:3) leichtes Spiel hatten und auf 10:5 davonzogen. Die Abwehr kam mit den Sarstedter Rückraumspielern nicht zurecht, die sich durch Beweglichkeit und einen konsequenten Zug zum Tor auszeichneten und dadurch auch Raum für die Außenpositionen und den Kreisläufer schufen. Coach Oetzmann sah sich deshalb bereits nach nach fünfzehn Minuten gezwungen, die grüne Karte zu legen, um das Chaos etwas zur ordnen. Die Maßnahme griff insofern, dass die Felle nicht weiter davonschwammen und das Spiel fortan ausgeglichen verlief, wobei beide Mannschaften sehr hohes Tempo gingen und teilweise nach nur wenigen Sekunden versuchten abzuschließen. Bis zum 14:10 (23:07) konnten die Jahner den Vorsprung nahezu halten, bis zur Pause übernahm aber die HSG das Kommando. In der Offensive verlieh Routinier Reuter der HSG etwas mehr Struktur und die Angriffe wurden besser ausgespielt. In der Abwehr wurde eine kräftige Schippe drauf gelegt, was sich darin äußerte, dass die Lücken zu den Nebenleuten durch verbesserte Beinarbeit und Einsatzwillen geschlossen wurden, weshalb den TKJ-Angreifern weniger Durchbrüche gelangen, Fehler und durch geschicktes Antizipieren Ballgewinne provoziert werden konnten. Die Highlights für Handball-Ästheten setzte in dieser Phase Hendrik Ooster, der zwei Ballgewinne in die Zwischenstände von 14:14 und 15:15 ummünzte, indem er filigran in der Ballbehandlung, antritts- und durchsetzungsstark über das Parkett schwebte, seine Gegenspieler an sich abtropfen ließ wie lästige Fliegen und technisch hochwertig gegen den chancenlosen Torhüter vollstreckte. Davon beflügelt, konnte die HSG sich auf 15:18 absetzten, bevor Sarstedt drei Sekunden vor der Pausensirene noch auf 16:18 verkürzte.

In der Kabinenandacht nahm man sich vor, weiter intensiv zu verteidigen und sich gegenseitig zu helfen, um das schwache Sarstedter Rückzugsverhalten zu Gegenstoßtoren nutzen zu können. Um die Kraftreserven der drei verbliebenen Rückraumspieler zu konservieren und auch in der mutmaßlich umkämpften Schlussphase genug Reserven zu haben, wurde zudem eine Abwehr-Angriff Wechsel vereinbart.

Die zweite Hälfte wurde standesgemäß mit einem erfolgreichen Kempa-Trick eröffnet, wovon sich die Gastgeber aber nicht beirren ließen, auf 18:19 verkürzten und auch bis zum 24:25 (39:19) im direkten Windschatten blieben. Das Spiel war weiterhin geprägt von hohem Tempo und großem Einsatz auf beiden Seiten, weshalb die Kraftfrage am Ende entscheidend werden konnte. Zum Glück konnte die HSG sich mit einem fünfminütigen Zwischenspurt, ein wenig Luft verschaffen. Ursächlich war primär wieder die engagierte Abwehrarbeit mit einem überragenden Neuenschwander zwischen der Pfosten, der zur zweiten Halbzeit seinen Latthammer ausgepackt hatte und den Kasten fachmännisch vernagelte. Daraus resultierten reihenweise Gegenstoßtore, sodass die HSG mit einem ein Vier-Tore-Vorsprung (25:29) in die Schlussviertelstunde gehen konnte. Die Gastgeber kämpften weiter und konnte immer wieder auf zwei Tore verkürzen, aber im Zweifelsfall war Neuenschwander zu Stelle und die Außen Rempel und Krüger vollstreckten sicher aus dem Gegenstoß. Auch im gebundenen Angriff konnte die HSG sich immer wieder gute Torchancen herausspielen, scheiterte in der Schlussviertelstunde aber etwas zu häufig freistehend an dem eingewechselten Vaje zwischen den Pfosten. In der Schlussphase versuchte Sarstedt der Lage mit einer offenen Manndeckung Herr zu werden, aber dieser Versuch war nicht von Erfolg gekrönt, sodass die Gäste beim Endstand von 34:36 feiern konnten, obwohl einige Akteure vermutlich lieber das Sauerstoffzelt aufgesucht hätten.

Dem Spiel wurde von Seiten der HSG hohe Bedeutung beigemessen, weil man Sarstedt im Falle einer Niederlage hätte passieren lassen müssen und auf absehbare Zeit in den Niederungen der Tabelle festgesteckt hätte, zumal Punkte beim als nächstes anstehenden Auswärtsspiel gegen Landesliga-Absteiger Börde nicht eingeplant werden können. Dementsprechend haben alle Spieler gemeinsam gekämpft und sich auch von dem hohen Rückstand nicht beirren lassen, was Mut für den weiteren Verlauf der Saison macht, denn auch wenn die Tabelle es derzeit nicht widerspiegelt, stellt Sarstedt eine gute Mannschaft, die nicht einfach zu schlagen ist.

Tor: Neuenschwander, Friese

Feld: Twenhövel (3), Krüger (9), Wagner, Reuter (1), Vogt (5), Zajaczek, Rempel (6), Ooster (3), Fieseler (6/ 3), Stimper, Oehlmann (3)

 

 

2. Herren – TVE Sehnde II 27:23 (12:8)

2. Herren erkämpft sich ersten Saisonsieg!

Am Sonntagnachmittag empfing die 2. Herren die Zweitvertretung des TVE Sehnde in der wohltemperierten Wendlandhalle, wo aufgrund eines Lüftungsschadens sichergestellt ist, dass niemand friert, der Schweiß auch ohne Bewegung fließt und der Ball schön glatt ist. Zwar fehlten im HSG-Kader die beiden Spielgestalter Padrok und Reuter, aber es waren genügend breite Schultern vorhanden, auf die die Last verteilt werden konnte.

Die Gastgeber waren sich der Wichtigkeit der Partie bewusst, schließlich spiegeln sich die phasenweise guten Ansätze der ersten beiden Partien nicht in der Tabelle wider und angesichts der folgenden schweren Auswärtsspiele waren zwei Punkte beinahe ein Muss.

Entsprechend motiviert ging die Oetzmann-Sieben zu Werke und wurde bereits nach 31 Sekunden durch einen Treffer des gut aufgelegten Roadrunners Rempel belohnt. Der Vorsprung wurde im Verlauf der ersten 15 Minuten auf vier Tore ausgebaut und bis zum Pausenstand von 12:8 zumeist gehalten. Die HSG war die bessere Mannschaft und hatte in der Defensive nur selten Probleme mit den Sehnder Angriffsbemühungen, erlaubte sich in der Offensive aber zu viele technische Fehler, was den Gästen Treffer aus dem Gegenstoß ermöglichte. In der Kabine nahm man sich vor, die Fehler zu minimieren, die Intensität hochzuhalten und sich die Butter auf keinem Fall noch vom Brot nehmen zu lassen.

Anders als geplant, war die Heimsieben zu Beginn der zweiten Hälfte nicht ganz bei der Sache, was Sehnde nutzte, um innerhalb von nur dreieinhalb Minuten auf 12:11 zu verkürzen und Morgenluft zu erschnuppern. Die HSG behielt jedoch die Nerven und ließ die beste Phase des Spiels folgen. In der Abwehr wurde mit großem Engagement verteidigt, weshalb der umsichtige Regelhüter sich wiederholt genötigt sah, passives Spiel anzumahnen, aus welchem häufig harmlose Abschlüsse resultierten. In der Offensive wurden deutlich weniger Fehler gemacht, als im ersten Abschnitt, sodass die vorhandenen Lücken in der TVE-Abwehr besser genutzt werden konnten. So kam es, dass der Vorsprung auf bis zu 7 Tore anwuchs (20:13, 21:14) und nach 45 Minuten eine Vorentscheidung gefallen war. Der Sieg geriet in der Schlussviertelstunde nicht mehr ernsthaft in Gefahr und Sehnde konnte maximal auf 4 Tore verkürzen (22:18). In dieser Phase häuften sich leider wieder die Fehler im Angriff und weil sich einige Aussetzer in der Defensive dazu gesellten, verpasste es die HSG, den Gegner deutlicher zu distanzieren.

Nach dem Schlusspfiff beim Endstand von 27:23 war die Freude bei der HSG sowie der kleinen, aber feinen Anhängerschar groß und der Sieg dürfte Aufschwung für die nächsten Wochen geben. Um das Punktekonto möglichst schnell aufhübschen zu können, muss die weitgehend stabile Defensive weiter gefestigt werden, aber vordringlich gilt es, das Zusammenspiel in der Offensive zu verbessern und damit auch die Anzahl der Fehler zu reduzieren, um die Anfälligkeit für Gegenstöße zu minimieren.

Am Samstag geht die Reise zum stark favorisierten Landesliga-Absteiger Börde 2, wo es gilt, sich mit einer kämpferischen Leistung gut zu verkaufen, bevor am 01.10. das wichtige und ebenso schwere Auswärtsspiel in Sarstedt auf der Agenda steht. Um die ferienbedingte Pause nicht im ungemütlichen Tabellenkeller verbringen zu müssen, sollte die Mannschaft dort ihr Leistungspotenzial ausschöpfen und mit aller Macht versuchen, sich Punkte zu sichern.

Tor: Hoppe, Neuenschwander

Feld: Twenhövel (2), Stark, Krüger (6), Vogt (2), Rempel (5), Hintze (1), Ooster (2), Pohl (1), Fieseler (5/4), Stimper (2), Oehlmann (1)

 

TSV Anderten III – HSG Herrenhausen/Stöcken II 31:26 (15:13)

Am Samstagabend ging es für die Zwote in den Handball-Tempel am Anderter Eisteichweg. Nicht dabei war urlaubsbedingt Trainer Oetzmann, dafür schwang der rekonvaleszente Käpt'n Nowak die Taktiktafel.

Den HSG-Recken war bewusst, dass die Trauben sehr hoch hängen würden, weil auf Anderter Seite in der Regel gut ausgebildete Spieler auflaufen, deren Muttermilch bereits Handballharz beigemischt wurde, eben jenes Bindemittel, welches das Herz eines jeden Handballers höher schlagen lässt, in der Wendlandhalle aber leider verboten ist, während es in Anderten großzügig auf dem Spielgerät verteilt wird. In der Vergangenheit führte dies bei der HSG immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Ballbehandlung, dies wollte man aber nicht als Ausrede gelten lassen. Nowak stand schließlich ein motivierte 14er Kader zur Verfügung und wichtig ist bekanntermaßen auf dem Platz, ein Spiel dauert 60 Minuten und die Küken werden im Herbst gezählt.

Den besseren Start erwischten allerdings die Gastgeber (2:0) und den ersten Gäste-Treffer erzielte Padrok erst nach fünf Minuten, der in Anderten das Handball-Einmaleins lernte und den Geschmack geharzter Muttermilch noch auf der Zunge hat. Danach verlief die Partie ausgeglichen, wobei die Heimsieben den in der Anfangsphase herausgeworfenen Vorsprung zunächst hielt, die HSG sich jedoch nicht abschütteln ließ und nach einen Doppelschlag von ICE Krüger den Spielstand beim 7:7 sogar egalisierte. Wie schon im ersten Saisonspiel gegen Uetze, stimmte die Einstellung bei der HSG und in der Defensive wurde Schwerstarbeit verrichtet, was gegen die phasenweise ansehnlich kombinierenden Anderter Jungs auch nötig war. Erfreulicherweise hielt sich die Fehlerzahl in der Offensive in Grenzen und die Angriffe wurden zumeist diszipliniert vorgetragen, sodass der Gegner nicht wie befürchtet ins Tempospiel kam. Das Sahnehäubchen wäre eine höhere Effizienz in Abschluss gewesen, mit der zur Pause auch ein Unentschieden möglich gewesen wäre. So sah sich die HSG einem knappen Rückstand gegenüber (13:15), welcher aber die Hoffnung nährte, am Ende den einen oder anderen Punkt entführen zu können.

Den zweiten Spielabschnitt eröffnete die HSG mit Ballbesitz und münzte diesen direkt in den Anschlusstreffer um, was den Mannen im modischen Gold jedoch nicht die nötige Sicherheit gab, das Blatt zu wenden. Statt die ungewohnt vielen Fehler der Gastgeber zu nutzen, agierte die HSG fahrig, sodass der Rückstand aus dem ersten Abschnitt Bestand hatte (18:16). Fortan häuften sich überhastete Abschlüsse und bei den Spielabläufen wurde der persönliche Interpretationsspielraum zu oft überreizt, was immer wieder in Missverständnissen mündetet. Leider fand Anderten ab Minute 39 wieder in die Spur, während die HSG sich redlich mühte, den Bock aber nicht mehr umstoßen konnte. Beim 20:16 betrug der Rückstand erstmalig vier Tore und wuchs nach dem zwischenzeitlichen 22:18 durch den unkaputtbaren Vogt immer weiter an, sodass die Messe spätestens beim 26:20 (51:13) gelesen war. Zum Leidwesen von Neuenschwander zwischen den Pfosten, resultierten aus dem fehlerbehafteten Angriffsspiel der HSG vermehrt Gegenstöße der Gastgeber, sodass sich beim Stand von 29:21 sogar eine Klatsche anbahnte. Erfreulicherweise ergab sich die Mannschaft nicht ihrem Schicksal, sondern kämpfte bis zum Schluss, sodass die Niederlage im Rahmen blieb (31:26).

Am kommenden Sonntag macht die Sehnder Landesliga-Reserve Halt an der Wendlandstraße, die mit zwei Siegen bei einer Niederlage ordentlich in die Saison gestartet ist. Für die HSG gilt es, die guten Ansätze aus den ersten beiden Partien zu konservieren und für möglichst 60 Minuten aufs Parkett zu bringen, damit die ersten Punkte auf der Habenseite verbucht werden können.

Tor: Hoppe, Neuenschwander
Feld: Twenhövel, Hintze, Krüger (4), Vogt (6), Padrok (2), Rempel (3/1), Stark, Ooster (2), Pohl (1), Fieseler (8/3), Stimper, Oehlmann

 
2. Herren – VfL Uetze 28:34 (9:16)
 
Landesliga-Absteiger eine Nummer zu groß für die HSG
 
Am Donnerstagabend empfing die 2. Herren die erste Riege des VfL Uetze in der Wendlandhalle und startete damit mit einem der schwerstmöglichen Spiele in die Saison. Der VfL ist gerade erst aus der Landesliga abgestiegen und zählt zu den absoluten Topfavoriten der Regionsoberliga. Die Mannschaft ist eingespielt und verfügt über eine Reihe von Akteuren, für die der Begriff Gardemaß neu zu definieren wäre. Trotz der holprigen Vorbereitung und Unklarheit über die eigene Stärke, wollten die Gastgeber Coach Oetzmann ein gutes Debüt bereiten und mit Tempospiel und hohem Einsatz in der Defensive um die Punkte kämpfen.
Von Beginn an zeigte sich, dass extrem hoher Laufaufwand in der Defensive betrieben werden musste, weil alle drei Rückraumspieler ob ihrer Wurfgewalt auch weit außerhalb des Neuners angegangen werden mussten, was zusätzlich Räume am Kreis eröffnete. Erschwerend kam hinzu, dass die meisten Uetzer Angreifer allesamt in einer anderen Etage spielten und auf der Kreisposition im Eins-gegen-Eins nicht mehr zu verteidigen waren, wenn ein Anspiel geglückt war. In den Anfangsminuten konnte die HSG das Spiel offen gestalten (3:3), verlor dann aber schnell den Anschluss und lag in der 18. Minute mit 5:11 zurück. Maßgeblich dafür waren nicht allein die beschriebenen Probleme in Defensive, sondern auch die zunehmenden Fehler in der Offensive. Anstatt die großgewachsene Gäste-Abwehr durch schnelle Passstafetten und Kreuzungen in die Seitwärtsbewegung zu zwingen und die entstehenden Lücken durch potenziell schmerzhafte Zweikämpfe zu nutzen, wurde zu oft der Abschluss aus der zweiten Reihe gesucht, was Uetze in die Karten spielte und in einigen Gegenstoßtoren mündete. Darüber hinaus wurden die herausgespielten Chancen zu selten genutzt, weshalb der Pausenrückstand von 9:16 folgerichtig war. In der Kabine nahm man sich vorher, die Köpfe nicht hängen zu lassen, mit mehr Tempo zu spielen, den Einsatz in der Abwehr zu erhöhen, um zum Ende des Spiels von der zunehmenden Müdigkeit des etwas schmaler besetzten Uetzer Kaders zu profitieren.
Die HSG kam demensprechend motiviert aus dem Katakomben und verteidigte leidenschaftlich gegen den physisch überlegenen Gegner. Obwohl sich dies nicht im Ergebnis niederschlug, sah der Gäste-Trainer nach wenigen Minuten die Notwendigkeit für eine Auszeit. In der Folge agierte Uetze souveräner und die HSG fiel in ein kleines Loch. Im Angriff wurde wieder zu ideenlos agiert, wodurch Uetze seine Komfortzone nicht verlassen musste, sondern defensiv stehen konnte, ohne sich viel bewegen zu müssen, weshalb zahlreiche Würfe geblockt oder Kreisanspiele abfangen wurden. So kam es, dass 18 Minuten vor dem Ende ein Rückstand von 13:24 protokolliert werden musste. Anders, als zu diesem Zeitpunkt zu befürchten, kassierte die HSG jedoch keine Abreibung, sondern kämpfte weiter verbissen um den Anschluss. Speziell in der Abwehr wurde, wenn teilweise auch etwas unkoordiniert, zusammen gekämpft, sodass Uetze kaum klare Chancen herausspielen konnte und sich auf seine Wurfgewalt verließ. Im Angriff zeigte sich Routinier Reuter als belebendes Element und das Zusammenspiel klappte gegen den zunehmend müde wirkenden Gegner besser, der angesichts des klaren Vorsprungs aber vermutlich einen Gang zurückgeschaltet hatte. Bei den Zwischenständen von 21:26 (50:01) und 27:31 (57:20) schien es sogar, als könnte die HSG dem Spiel noch eine überraschende Wendung geben, aber Uetze hatte immer eine passende Antwort parat und konnte beim Endstand von 28:34 einen verdienten Auswärtssieg bejubeln.
Auf Seiten der HSG gilt es, das Zusammenspiel in Abwehr und Angriff in den nächsten Trainingseinheiten zu verbessern. Trotz der klaren Niederlage ist das Spiel als Schritt in die richtige Richtung zu werten, denn um Uetze schlagen zu können, muss eine optimale Leistung auf die Platte gebracht werden, die die Mannschaft aktuell nicht bringen kann. Was die Mannschaft bringen kann, ist hundertprozentiger Einsatz und den haben alle Spieler gezeigt, was hoffnungsvoll für die nächsten Spiele stimmt.
Am kommenden Samstagabend steht das Auswärtsspiel in Anderten auf der Agenda, wo es den positiven Eindruck zu bestätigen gilt. In den letzten Jahren hatten die HSG in Anderten Schwierigkeiten mit dem Haftmittel, da dies in der heimischen Wendlandhalle nicht verwendet werden darf. Deshalb wird es darauf ankommen, die Fehlerzahl durch klare Aktionen im Angriff gering zu halten und notfalls mit konsequenter Abwehrarbeit die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

Tor: Hoppe, Friese
Feld: Twenhövel (3), Reuter (5), Vogt (4), Padrok (1), Rempel (4), Zajaczek (1), Stark, Pohl (1), Fieseler (4/2), Stimper (1), Oehlmann (4)
 
 
04.09.2019 Saisonstart mit Fragezeichen

Die 2. Herren startet am 05.09. (Donnerstag) mit einem Heim-spiel in die Regionsoberliga-Saison 2019/2020. Gast ist die physisch äußerst präsente Riege des VfL Uetze, die als Landesliga-Absteiger voraussichtlich zu den Mannschaften zählen wird, die den Titel unter sich ausmachen. Vorab geht ein großer Dank an die Gäste, die einer Verlegung des Spiels kurzfristig zugestimmt haben.
Der Saisonverlauf der 2. Herren lässt sich nicht so einfach prognostizieren, wie es den Beteilig-ten lieb wäre. In den vergangenen Jahren war klar, dass die Mannschaft mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben würde und an einem guten Tag mit je-dem Gegner mithalten kann. In der vergangenen Saison konnte das Potenzial des Kaders leider nicht ausgeschöpft werden, weil über die gesamte Spielzeit kein Trainer zur Verfügung stand. Im Training konnte der Mangel durch den großen Einsatz von Sven Reuter zwar kaschiert wer-den, an den Wochenenden fehlte in entscheidenden Situationen jedoch oft ein Verantwortlicher auf der Bank, sodass eine Reihe von Spielen unnötig verloren ging. Vor diesem Hintergrund war die Ausbeute von 30:22 Punkten durchaus als Erfolg zu werten.
Auch den Start in die Vorberei-tung absolvierte die Mannschaft ohne einen Übungsleiter, hatte dann aber Glück im Unglück, weil die Nordstars keine A-Jugend melden konnten und der nun freie Thomas Oetzmann als Trainer gewonnen werden konnte. Dieser brachte mit Luca Thomas und Merten Topel auch direkt zwei seiner Schützlinge mit, die als A-Jugendliche des jüngeren Jahrgangs an den Herrenbereich herangeführt werden sollen und dabei gute Ansätze zeigen. Ebenfalls ein Eigengewächs ist Torhüter Darwin Friese, der ver-gangene Saison bereits in der 5. Herren zum Einsatz kam und in der Vorbereitung zeigte, dass er eine sehr gute Ergänzung zum angestammten Duo Hoppe/Neuenschwander ist. Neben den Nachwuchsakteuren ist Daniel Stark als halber Neuzugang zu werten, da er nach seinem Debüt in Alfeld den Rest Saison ausfiel und eine weitere Option im Rückraum darstellt. Gleiches gilt für Marten Hintze, der nach seinem Wehrdienst nun regelmäßiger beim Training erscheinen und der Mannschaft mit seiner Wurf-kraft sicher helfen kann. Ebenfalls im Rückraum ist der wurfstarke Felix Stimper beheimatet, welcher vom TV Jahn Schneverdingen zur HSG gewechselt ist und nach der Vorbereitung bei der 1. Herren nun zunächst Spielpraxis bei der Zweiten sammeln soll. Sehr erfreulich ist auch, dass Moritz Krüger, nach dem letzten Saisonspiel bereits als Abgang verkündet, nun doch in Hannover bleibt und die rechte Außenbahn verstärkt.
Auf dem Papier platzt der Kader mit den Neuankömmlingen aus allen Nähten allerdings ist der Substanzverlust nach der ver-gangenen Saison erheblich und wird nicht sofort zu kompensieren sein. Christopher Rodemann (SVE Bad Salzdetfurth) und Simon Stephan (Umzug nach Lüneburg) kehrten Hannover den Rücken, Nils Wegers laboriert weiterhin an einer Daumenverletzung und ist durch sein Studium in Braunschweig nicht regelmäßig vor Ort, Sebastian Block zog sich in der Vorbereitung einen Mittelhandbruch zu und fällt langfristig aus, Benjamin Nowak verpasst mit einer schweren Knieverletzung möglicherweise die gesamte Saison, Simon Meyer absolviert nach seinem Aus-landssemester ein Praktikum und ist frühestens im Februar wieder bei der Mannschaft und Morten Zajaczek wird zumindest vorerst in der 1. Herren spielen.
Dem aufmerksamen Beobachter der 2. Herren dürfte bei der Auf-listung auffallen, dass wichtige Stützen der Mannschaft dauerhaft oder temporär ersetzt werden müssen. Perspektivisch ist der Kader breit genug aufgestellt, um in der Regionsoberliga zu bestehen, allerdings werden Fin-dungsschwierigkeiten zu Saisonbeginn aufgrund der beschriebenen Umbrüche kaum zu vermei-den sein. Aufgrund der späten Klärung der Trainerfrage konnte die Saisonvorbereitung nicht opti-mal geplant werden, darüber hin-aus gesellten sich einige Spieler (Moritz Pohl, Moritz Krüger, Malte Zajaczek) teilweise erst spät im Verlauf der letzten Saison zur Mannschaft und mussten sich ohne Anleitung durch einen Trainer in dem Spielsystem zurecht-finden. Deshalb wird es gerade zu Beginn der Saison darauf ankommen, dass die Spieler ihre Leistung bringen, die bereits län-ger zusammenspielen und der Mannschaft die nötige Stabilität geben, daneben ist hundertprozentiger Einsatz für alle obligatorisch.
In der Offensive ist es wichtig, dass alle Akteure an einem gemeinsamen Konzept festhalten und die Fehlerzahl möglichst gering halten, solange die Auslöse-handlungen und Laufwege der teilweise neuen Mitspieler noch nicht vollständig verinnerlicht sind. Hierbei werden neben Vollstrecker Fieseler die Spielma-chern Reuter und Padrok eine wichtige Rolle spielen, indem sie dem Angriff Struktur geben und ihre Mitspieler in Positionen brin-gen, aus denen sie erfolgreich agieren können. Dass beide dazu in der Lage sind, ist bekannt und speziell Tim Padrok ist nach seiner starken Vorbereitung zu wünschen, dass er nach wiederholten Verletzungssorgen die gesamte Saison fit bleibt, die Mannschaft würde davon sehr profitieren. Bis etwaige Probleme im Zusammenspiel behoben sind, muss in der Defensive hart gearbeitet werden, um die Zahl der Gegentreffer gering zu halten und um möglichst viele Tore aus dem Gegenstoß zu erzielen. Die hierfür nötige Einstellung sollte bei allen Spielern vorhanden sein und der Rückhalt der stark besetzten Torhüterposition dürfte wie in den letzten Jahren eine Konstante darstellen.
Um bereits gegen Uetze das erste Erfolgserlebnis feiern zu können, muss eine nahezu optimale Leistung abgerufen werden, aber in eigener Halle können grundsätzlich nur zwei Punkte das Ziel sein und mit dieser Einstellung geht die Mannschaft auch ins Spiel.